ePA-Pflicht ab 01.07.2021

Die elektronische Patientenakte ist ab 01.07.2021 Pflicht
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23.06.2021

Elektronische Patientenakte (ePA) ist ab 01.07.2021 Pflicht

 

Bereits seit Anfang des Jahres 2021 stellen gesetzliche Krankenkassen den Versicherten eine elektronische Patientenakte zur Verfügung. In dieser Patientenakte sind sämtliche Daten gespeichert. Patient*Innen können Ärzt*Innen und Apotheker*Innen Zugriff auf die persönliche Patientenakte gewähren.

Durch die gematik wurde nun gesetzlich festgelegt, dass Vertragspraxen und Psychotherapeut*Innen ab dem 01.07.2021 dazu verpflichtet sind, die elektronische Patientenakte mit den Daten Ihrer Patient*Innen zu befüllen und sich an die ePA anzubinden. Hierfür nötig ist ein elektronischer Heilberufsausweis (eHBA). Ab 2022 sind dann auch Krankenhäuser in der Pflicht, die technischen Voraussetzungen für die digitale Patientenakte zu erfüllen.

Aufgrund der kurzfristigen Einführung zum 01.07.2021 ist der Andrang auf den eHBA G2.1 extrem hoch. Nach der Beantragung über SHC+CARE steht Ihnen Ihr persönliche elektronische Heilberufsausweis Version G2.1 innerhalb von 14 Tagen zur Verfügung. So können Sie Ihren Patien*Innen die digitale Bereitstellung ihrer Patientenakte ermöglichen.

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Welche Technik benötigen Praxen für die elektronische Patientenakte?

Für die Befüllung der elektronischen Patientenakte benötigen Vertragsärzt*Innen und Psychotherapeut*Innen folgende technischen Grundlagen:

  • elektronischer Heilberufsausweis der Version  G 2.1
  • Update des TI-Konnektors auf PTV4
  • Update des Praxisverwaltungssystems

Was ist die elektronische Patientenakte (ePA)?

Die elektronische Patientenakte ist ein Medium der Informationsspeicherung und Kommunikation zwischen Ärzt*Innen, Krankenhäusern, Versicherungsnehmer*Innen und gesetzlichen Versicherungen. Die ePA speichert Patient*Innendaten wie Diagnosen, bereits erfolgte Behandlungen, Untersuchungsergebnisse und weitere medizinische Informationen in elektronischer Form. Die Wahl der zur Verfügung gestellten Gesundheitsdaten liegt jedoch bei den Patient*Innen. So können Sie die Informationen auch auf einen Notfalldatensatz begrenzen.

Elektronische Patientenakte als Lösung für Ihre Praxis-Herausforderungen

Ein Beispiel: Aufgrund anhaltender Beschwerden suchen Patient*Innen ihre Hausärzt*Innen auf. Kann hier nichts konkretes diagnostiziert werden, werden sie an Fachärzt*Innen oder Krankenhäuser überwiesen. Den Patient*Innen  fehlen dabei meist die notwendigen medizinischen Fachkenntnisse, um die bereits erfolgten Untersuchungen und Behandlungen zu beschreiben/kommunizieren. So kann es passieren, dass bereits durchgeführte Untersuchungen von zuständigen Haus- oder Fachärzt*Innen ein zweites oder sogar drittes Mal durch Schwerpunktkliniken erfolgen. Auch sprachliche Barrieren können dazu führen, dass es zu unnötigen Mehrfachuntersuchungen und Behandlungen kommt.

Die elektronische Patientenakte soll an genau dieser Schnittstellenproblematik ansetzen und proaktiv zur Kommunikationsförderung der verschiedenen medizinischen Einrichtungen beitragen. Mittels der ePA wird es Ärzt*Innen, Krankenhäusern und weiteren an der Beratung beteiligten Parteien möglich, eine klare Diagnose zu stellen. Benötigte Medikamente und Rezeptinformationen können direkt an Apotheken weitergeleitet und Arbeitgeber*Innen über die Krankmeldung informiert werden.

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Was wird auf der ePA gespeichert?

Die ePA liefert nicht nur eine Menge Vorteile in Form von Kostenersparnissen für das Gesundheitsnetzwerk und deren Akteure. Auch die Patient*Innen profitieren unmittelbar von der persönlichen digitalen Patientenakte, da nun alle medizinischen Dokumente zentral und digital abgelegt sind, z. B. :

  • MRT-Aufnahmen
  • Röntgenbilder
  • Medikationsplan
  • Blutwerte und letzte Blutabnahme
  • Arztbriefe
  • Behandlungsberichte
  • Befunde und Diagnosen
  • bekannte Allergien
  • erfolgte Untersuchungen
  • Operationshistorie

Diese Daten sind jederzeit vom medizinischen Personal abrufbar – selbstverständlich nur mit der Einwilligung der Patient*Innen. Die Vorteile der ePA sind somit eindeutig: Die Patient*Innen sparen sich kostbare Zeit durch das Vermeiden unnötiger Mehrfachuntersuchungen, sie werden durch die steigende Behandlungs- und Untersuchungstransparenz stärker in das medizinische Geschehen eingebunden und sie erhalten im Optimalfall von Anfang an eine adäquate Behandlung.

 

Bestellen Sie deshalb jetzt Ihren elektronischen Heilberufsausweis, um jederzeit Zugriff auf die elektronische Akte Ihrer Patient*Innen zu erhalten und an einer sicheren und transparenten Kommunikation teilzuhaben!

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