Gesetzlicher Zeitplan für die Einführung der TI

Zurück
25.03.2020

Mit der Telematikinfrastruktur (TI) steht allen Beteiligten im Gesundheitswesen ein digitales Netz zum sicheren gegenseitigen Datenaustausch zur Verfügung.

 


Damit der Datenaustausch zwischen allen Beteiligten im Gesundheitswesen stattfinden kann, müssen die einzelnen Berufsgruppen sukzessive an die Telematikinfrastruktur (TI) angeschlossen werden.

 

Wann welche Berufsgruppe die Telematikinfrastruktur bereitstellen muss, ist gesetzlich vorgeschrieben:

 

 

Telematikinfrastruktur: So sieht der Zeitplan für die Einführung aus

 

30. Juni 2019: Ärzte, Psychotherapeut*Innen und Zahnärzt*Innen werden werden an die TI angeschlossen. Beim ersten Patientenkontakt im Quartal wird das Versichertenstammdatenmanagement durchgeführt. Damit wird die TI-Anbindung nachgewiesen.  

Näheres zum Anschluss der Ärzt*Innen an die TI und das Versicherungsstammdatenmanagement lesen Sie hier.

 

Im Digitalen-Versorgungs-Gesetzes ist der weitere Zeitplan für die Anbindung an die TI festgelegt:   

30. Juni 2020: Ärzt*Innen ohne direkten Kontakt zu Patient*Innen, wie etwa Labore, gehen ans Netz.  

30. September 2020: Nun sind auch die Apotheken an die TI angeschlossen. Dies schafft die Voraussetzung zur Zusammenarbeit mit Ärzt*Innen am eMedikationsplan

1. Januar 2021: Als vorerst letzte Gruppe müssen sich Krankenhäuser an die TI angebunden haben. 

 

Auch Hebammen und Physiotherapeut*Innen können die Telematikinfrastruktur nutzen

Freiwillig können sich auch weitere Berufsgruppen wie Hebammen bzw. Entbindungspfleger*Innen, Physiotherapeut*Innen und Pflegeeinrichtungen an die TI anschließen. Die entstehenden Kosten für Ausstattung und Betrieb werden ihnen dabei erstattet. 

Neben den Heilberufler*Innen benötigen Krankenkassen künftig ebenfalls einen TI-Anschluss. Das ist zum Beispiel notwendig, damit Krankenkassen elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen ausstellen und Daten in die elektronische Patientenakte (ePA) eintragen können. Zum Schutz der Patient*Innen können Krankenkassen jedoch keinerlei medizinische Information aus der ePA lesen.