Die elektronische Patientenakte (ePA)

Eine Lösung für die Schnittstellenproblematik im Gesundheitswesen
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21.01.2020

Das zentrale Element der vernetzten Gesundheitsversorung - die ePA

 


Die elektronische Patientenakte ist ein Medium der Informationsspeicherung und Kommunikation. Die ePA speichert Patientendaten wie Diagnosen, bereits erfolgte Behandlungen, Untersuchungsergebnisse etc. in elektronischer Form.
Elektronische Patientenakten müssen den gesetzlich Versicherten bis spätestens Anfang Januar 2021 von deren Krankenkassen angeboten werden.

 

Beispielhafte darstellung möglicher Problematik

  • Ein Patient sucht aufgrund anhaltender Beschwerden im ersten Anlauf seinen Hausarzt auf.
  • Dieser führt in seiner Praxis verschiedene Untersuchungen durch und überweist den Patienten letztendlich, insofern die Ursache für die Beschwerden nicht bereits gefunden wurde, an Fachärzte oder Krankenhäuser mit speziellen Fachabteilungen weiter.
  • Dem Patienten fehlen dabei in den meisten Fällen die notwendigen medizinischen Fachkenntnisse, um die bereits erfolgten Untersuchungen und Behandlungen zu betiteln. So kann es sein, dass Untersuchungen die bereits vom zuständigen Hausarzt oder einem zuvor aufgesuchten Facharzt durchgeführt wurden, ein zweites oder sogar drittes Mal von Schwerpunktkliniken erfolgen.
    • Auch sprachliche Barrieren können dazu führen, dass es zu unnötigen Mehrfachuntersuchung und Behandlungen kommt.

 

Lösungsansatz mittels ePA

In Zukunft soll die ePA an dieser Schnittstellenproblematik ansetzen und somit zur Kommunikationsförderung der verschiedenen medizinischen Einrichtungen beitragen. Mittels der ePA ist es möglich gesundheitsspezifische Informationen eines Patienten mit Ärzten, Apotheken, Krankenhäusern und denjenigen Parteien die unmittelbar an dessen medizinischer Behandlung beteiligt sind zu teilen, um die oben genannte Problematik im besten Fall komplett zu eliminieren. Die ePA liefert aber nicht nur eine Menge Vorteile in Form von Kostenersparnissen für das Gesundheitsnetzwerk und deren Akteure, auch die Patienten profitieren unmittelbar von der persönlichen Patientenakte, da nun alle medizinischen Dokumente, wie beispielsweise

  • MRT-Aufnahmen
  • Röntgenbilder
  • Blutwerte und letzte Blutabnahme
  • Befunde und Diagnosen
  • bekannte Allergien
  • erfolgte Untersuchungen
  • Operationshistorie

zentral auf der ePA gespeichert werden können. Diese sind auch jederzeit vom medizinischen Personal abrufbar – selbstverständlich nur mit der Einwilligung des Patienten. Die Vorteile der ePA sind somit eindeutig: Der Patient spart sich in Zukunft kostbare Lebenszeit durch das Vermeiden von unnötigen Mehrfachuntersuchungen, er wird durch die steigende Behandlungs- und Untersuchungstransparenz mehr in das medizinische Geschehen eingebunden und erhält im Optimalfall von Anfang an die adäquate Behandlung.

 

Lesen Sie mehr über die neuen Anwendungen der Telematikinfrastruktur in unserem Artikel.