Aufgaben der Telematikinfrastruktur: Warum ist die TI so wichtig?

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24.03.2020

Die Telematikinfrastruktur (TI) vernetzt alle Beteiligten im Gesundheitswesen. Dank eines geschlossenen Netzes garantiert die TI einen sicheren gegenseitigen Informationsaustausch. Zugang erhalten nur registrierte Nutzer mittels elektronischem Heilberufsausweis bzw. Praxisausweis.

 


Mit der Telematikinfrastruktur (TI) steht dem Gesundheitswesen ein einrichtungsübergreifendes Netz zum sicheren digitalen Datenaustausch zur Verfügung. Eingebunden sind alle Akteure wie Ärzte, Apotheken, Krankenhäuser, Psychotherapeuten, Zahnärzte und weitere Heilberufe. Über die TI kommunizieren sie miteinander und mit den gesetzlichen Krankenkassen. Dokumente können in Echtzeit ausgetauscht und mittels qualifizierter elektronischer Signatur (QES) authentifiziert werden. Dabei wird die TI häufig als Datenautobahn beschrieben (s. Grafik), um die schnelle digitale Kommunikation im Vergleich zur herkömmlichen eher analogen hervorzuheben.  

 

 

Telematikinfrastruktur: Sensible Daten sind sicher

Aus Sicherheitsgründen ist der Zugang zur TI beschränkt. Er erfolgt ausschließlich für Berechtigte über den Praxisausweis (SMC-B) und den elektronischen Heilberufsausweis (HBA). Zugriff auf die Patientendaten ist wiederum allein mittels elektronischer Gesundheitskarte (eGK) gegeben.  

Zum Schutz der Patienten und für eine sichere Kommunikation innerhalb der TI, unterliegen alle technischen Komponenten sowie die verwendeten kryptographischen Verfahren der stetigen Kontrolle des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Dies gewährleistet auf Dauer den Schutz der Patientendaten und sichere, verschlüsselte Kommunikation innerhalb der TI. Damit bildet die TI die Grundlage für einen geschützten Austausch medizinischer Daten und ermöglicht Heilberuflern den zeitnahen Zugriff auf wichtige Gesundheitsdaten der Versicherten. 

Welche Sicherheitsmaßnahmen konkret getroffen werden und was Sie zum Thema Haftung wissen sollten, lesen Sie hier.

 

Versichertenstammdatenmanagement ist seit 2019 Pflicht für viele Ärzte

Seit Jahresbeginn 2019 müssen alle Vertragsärzte sowie an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmenden Einrichtungen und Zahnärzte das Versichertenstammdatenmanagement (VSDM) durchgeführt haben. Andernfalls droht eine Honorarkürzung in Höhe von 1 Prozent, ab 1. März 2020 sogar 2,5 Prozent. Doch damit bringt der Gesetzgeber nicht nur eine erste Pflichtanwendung der TI ins Spiel. Denn das VSDM schafft Mehrwerte für die Praxis. Dabei werden Versicherungsdaten der Patienten über die eGK nicht nur ausgelesen. 

In Echtzeit wird die eGK auf Gültigkeit und der Versicherungsstatus des Patienten geprüft. Persönliche Daten und Daten zur gesetzlichen Krankenversicherung, sog. Versichertenstammdaten, werden bei Bedarf aktualisiert. Damit kann sich jeder Arzt sicher sein, dass die Patientendaten korrekt und aktuell sind und er die erbrachten Leistungen abrechnen kann.

 

Neue Anwendungsmöglichkeiten der Telematikinfrastruktur 

Weitere Anwendungen der TI in Verbindung mit dem HBA sind beispielsweise das Notfalldatenmanagement, der elektronische Medikationsplan und der eArztbrief.  

Welche Anwendungen Ihnen durch die TI und den elektronischen Heilberufsausweis genau zur Verfügung stehen, lesen Sie hier.

 

SHC+CARE als starker Partner rund um Telematikinfrastruktur, SMC-B und HBA

Als eines der ersten Beratungsunternehmen im Bereich Telematikinfrastruktur greift SHC+CARE auf langjährige Erfahrung in Beratung und Umsetzung von TI-Komponenten zurück. Seit 2017 begleitet SHC die eHealth-Kartenterminalhersteller in der Ausgabe der gSMC-KT (gerätespezifische SMC für Kartenterminals).

Mit SHC+CARE bietet SHC ein umfassendes Informations- und Serviceportal für alle Heilberufe und Apotheker. Um Ihnen neben dem nötigen Know-How noch weitere Services und Produkte zu bieten, ist SHC aktuell in der Zulassung zum Anbieter der SMC-B und des HBA der 2. Generation. 

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